September 23, 2008 at 8:33 am (Uncategorized)

Hallo Leute

So, jetzt bin ich schon gut 2 Wochen hier und so langsam fange ich an mich an alles zu gewöhnen. Einerseits ist so viel passiert, dass ich schon eine halbe Ewigkeit hier sein könnte, andererseits saß ich doch grad eben noch zu Hause auf dem Balkon und hab überlegt wie ich alles was ich mit nehmen will in den Koffer bekommen soll.

Um ehrlich zu sein ich tue hier gar nicht sonderlich viel. Mein Projekt im Kindertheater ist nicht wirklich anstrengend. Erstens stellte sich heraus oder glaube ich zumindest erfahren zu haben- das ist alles nicht soo einfach mit der Verständigung -, dass ich nicht wie gedacht dabei helfen soll Kindern theaterspielen beizubringen in Schulen oder eben dem Theater, sondern das mein Projekt darin besteht in einem Theater mitzuarbeiten, dass für Kinder aufführt. So weit so gut; das wäre eigentlich gar kein Problem für mich, auch nicht, dass man uns gesagt hat, dass wir auch selbst schauspielern werden und auf der Bühne stehen sollen. „Ihr sollt als vollwertige Mitglieder angesehen werden.“ (klingt doch total nett) Nur: was genau wir machen sollen oder man eigentlich mit und vorhat ist nicht so wirklich zur Sprache gekommen. Verständlicherweise können wir noch nicht einfach ein Textbuch in die Handgedrückt bekommen und drauf los spielen. Wie auch ohne die Sprache zu können! Also waren wir all die Tage damit beschäftigt zuzusehen, wie die anderen aserbaidschanische Stücke für Kinder proben. (das eine kommt mir aber ziemlich bekannt vor @ Mama o. Gitti: es gibt doch so ein Lied von einer Rübe, die der Großvater nicht aus der Erde ziehen kann und nacheinander die ganze Familie samt Haustieren hilft und am Ende schaffen sie es dann Dank des Babys oder der Maus oder so? ) Naja jedenfalls macht es zwar Spaß den Schauspielern, unter denen die meisten professionell sind aber häufig noch studieren (was schön für uns ist weil sie in unserem Alter sind ), zuzuschauen aber wir verstehen nur die Hälfte und mit der Zeit kommt man sich nicht gerade nützlich vor.                                                                                                                  Generell ist das Theater ein ziemlich Kleines, das gerade umgezogen ist und sie haben leichte Probleme den Saal vollzubekommen. Ich habe bis jetzt nur eine einzige Aufführung gesehen und die war zwar schön aber von Pannen gejagt und wirkte eher wie eine besonders gute Schulaufführung. Das liegt aber glaube ich nicht daran, dass die Schauspieler nicht gut sind, sondern, dass professionelle sowie Laien und auch Jugendliche im Alter von vielleicht 14 Jahren zusammen spielen. Ich finde das eigentlich ganz sehr gut. Der Umgangston ist auch sehr herzlich und freundschaftlich, wenn auch etwas rau, was ich ziemlich gut leiden kann, weil das finde ich zeigt, dass man offen ist und nicht zu konservativ. Ich hab zwar eine irgendwie betrieblichere Atmosphäre erwartet, aber Der lockere Ton, macht es für uns einfacher. Die Leute sind übrigens echt richtig nett, alle stellen Fragen,(am ersten Tag etwas zu viele aber ist ja auch egal) und obwohl nur 2 gebrochenes Englisch sprechen, ist es in der einstündigen Mittagspause im Umkleideraum immer laut und wir lachen viel.

Jetzt zu unseren Arbeitszeiten: da die meisten noch arbeiten oder studieren, kommen wir dienstags bis freitags erst um drei und treiben dann Sport. Wir müssen uns Sportkleidung anziehen und dann wir in einer Art Aula-Halle um einen Teppich im Kreis gelaufen und bestimmte Übungen zur Konzentration und Körperbeherrschung gemacht. Allerdings redet Intigam (der Direktor) in der Mitte durchgehend in einer derartigen Lautstärke, dass ich mir nicht vorstellen kann dass sich nur irgendwer gut konzentrieren kann. Dafür wir ständig getuschelt und gekichert und faxen gemacht. Ich komme mir eher vor wie im Sportunterricht der EHO. Ich glaube die sportliche Motivation der Schauspieler steht der, der Eho-Schüler (bekanntlich  Supersportler) in nichts nach. J

Normalerweise bleiben wir dann 2-4 Stunden (davon ist eine Stunde „exercising“) und gehen wieder nach „Hause“. Wir fahren 30-40 min mit einem Bus. Das ist immer eine sehr schöne Fahrt, weil man so richtig im bakuer Alltagsleben steckt und sehr interessant aussehende Menschen sieht.

Samstag und Sonntag gehen wir oft schon um 12 ins Theater, bleiben dann aber auch nicht wirklich lange und Montag haben wir frei. Heute kommt Emin unser Ansprechpartner von AEGEE wieder aus dem Urlaub in Spanien. Mal sehen, ob wir mit ihm reden können darüber was man sonst noch so im Theater machen kann, bis wir die Sprache lernen.

Außerdem hatten wir immer noch erst 3mal Sprachunterricht und das ist uns allen zu wenig. Gerade für mich und Carmen ist es wichtig, dass wir schnell Azeri lernen. Blablabla…… ich muss mich beeilen. Es ist schon halb 2 und wir müssen bevor wir zum Theater fahren nochmal in die Wohnung.

Nur noch schnell. Vorgestern ist die Toilette explodiert und wir hatte 2 Tage kein Wasser. Sehr lustig. Aber das hat sich jetzt wieder geklärt. Bald mehr …es ist ja sooo viel noch passiert.

Ach ja und heute wollen wir noch zum Basar. Da kommen wir regelmäßig mit 10 Kilo Gemüse wider ungelogen und haben nur 6 Manat ausgegeben.

So bis demnächst….

 

1 Kommentar

  1. Rousana sagte,

    das märchen kenn ich!!! es das russische “märchen von der rübe”. das kennt jedes sowjetische kind glaub ich :) Ist ja lustig!

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